Rohrbruch? Mey hilft.
Das Wichtigste in 30 Sekunden:
Bei einem Rohrbruch zählt vor allem eins: schnell handeln. Stellen Sie die Wasserzufuhr ab, sichern Sie den betroffenen Bereich und dokumentieren Sie den Schaden mit Fotos. Informieren Sie anschließend Vermieter, Hausverwaltung oder Versicherung und lassen Sie die Ursache fachgerecht prüfen. Je schneller gehandelt wird, desto geringer sind die Folgeschäden.
Was ist bei einem Rohrbruch zuerst zu tun?
Wenn plötzlich Wasser aus Wand, Decke oder Boden austritt, sollten Sie zuerst versuchen, die Wasserzufuhr zu stoppen. Drehen Sie dazu das Absperrventil Ihrer Wohnung oder den Hauptwasserhahn zu. Läuft weiterhin Wasser nach oder können Sie die Absperrung nicht finden, informieren Sie umgehend die Hausverwaltung oder uns direkt.
Die sieben Schritte im Überblick:
Schritt 1: Wasser abstellen
Zeitsensibel: Sofort. Jede Minute zählt.
Der wichtigste Schritt nach einem Rohrbruch ist das Abstellen der Wasserzufuhr. In vielen Wohnungen befinden sich Absperrventile:
- in Bad oder Küche
- in Technikräumen oder Kellern
- in Revisionsöffnungen
- hinter Toiletten
- an Waschmaschinen
Finden Sie kein Ventil in der Nähe, bleibt der Hauptwasserhahn – meist im Keller direkt an der Wasseruhr. Je schneller die Wasserzufuhr unterbrochen wird, desto kleiner bleibt der Schaden.
Schritt 2: Strom abschalten
Zeitsensibel: Sofort, direkt nachdem das Wasser abgestellt ist.
Wasser und Strom dürfen niemals unterschätzt werden. Befindet sich Wasser in der Nähe von:
- Steckdosen
- Schaltern
- Lampen
- elektrischen Geräten
sollte der betroffene Stromkreis abgeschaltet werden. Betreten Sie überflutete Räume nicht, wenn Kabel oder Geräte im Wasser liegen.
Schritt 3: Schäden begrenzen
Zeitsensibel: Möglichst schnell, sobald das Wasser abgestellt ist.
Nach dem Abstellen des Wassers sollten Sie versuchen, weitere Schäden zu verhindern. Dazu gehören:
- stehendes Wasser aufnehmen
- Möbel von feuchten Wänden abrücken
- Teppiche und empfindliche Gegenstände sichern
- Elektrogeräte aus dem Gefahrenbereich entfernen
Beschädigte Gegenstände sollten zunächst nicht entsorgt werden, da sie später als Nachweis dienen können.
Schritt 4: Schaden dokumentieren
Zeitsensibel: Vor dem Aufräumen.
Machen Sie Fotos, bevor Sie größere Aufräumarbeiten beginnen. Fotografieren Sie:
- die Ursache des Schadens
- betroffene Räume
- Wasserflecken
- beschädigte Möbel
- Boden- und Wandbereiche
- den Stand der Wasseruhr mit Datum und Uhrzeit
Je besser die Dokumentation, desto einfacher wird die spätere Schadenregulierung.
Schritt 5: Vermieter oder Versicherung informieren
Zeitsensibel: Noch am selben Tag.
Als Mieter sollten Sie den Schaden schnellstmöglich der Hausverwaltung oder Ihrem Vermieter melden. Eigentümer informieren in der Regel direkt ihre Versicherung – möglichst noch am selben Tag, telefonisch und zusätzlich schriftlich, zum Beispiel per E-Mail.
Wichtig sind dabei folgende Angaben:
- Wann wurde der Schaden entdeckt?
- Wo befindet sich der Schaden?
- Welche Räume sind betroffen?
- Welche Sofortmaßnahmen wurden durchgeführt?
Sofortmaßnahmen zur Schadenbegrenzung sind immer sinnvoll. Größere Reparaturen oder das Entsorgen beschädigter Gegenstände sollten Sie vorher mit der Versicherung abstimmen. Welche Versicherung was übernimmt, lesen Sie im Ratgeber Wer zahlt bei einem Wasserschaden?
Schritt 6: Ursache feststellen lassen
Zeitsensibel: Sobald das Wasser abgestellt ist – bevor jemand eine Wand öffnet.
Nicht jeder Rohrbruch ist sofort sichtbar. Hinweise auf einen versteckten Rohrbruch können sein:
- Die Wasseruhr dreht sich weiter, obwohl alle Hähne geschlossen sind und keine Wasserentnahme stattfindet.
- Ein feuchter Fleck, der größer wird – unabhängig vom Wetter.
- Ein muffiger Geruch ohne sichtbare Ursache.
- Ein Rauschen oder Tropfen in der Wand, wenn kein Wasser gezapft wird.
- Sinkender Wasserdruck oder eine unerklärlich hohe Wasserrechnung.
Bei einem Rohrbruch in der Wand oder im Boden tritt Wasser oft an einer ganz anderen Stelle aus als dort, wo die eigentliche Schadensursache liegt. Deshalb sollte die Ursache professionell untersucht werden. Heute kommen hierfür häufig zerstörungsarme Verfahren zum Einsatz, beispielsweise:
- Feuchtigkeitsmessungen
- Thermografie
- Kameratechnik
- Tracergas-Verfahren
Zur Leistung: Leckageortung – zerstörungsarm, mit dokumentiertem Ergebnis für die Versicherung.
Schritt 7: Trocknung einleiten
Zeitsensibel: Sobald die Ursache repariert ist.
Nach der Reparatur der Ursache sollte die Trocknung möglichst schnell beginnen. In den wenigsten Fällen trocknen durchfeuchtete Bauteile von allein vollständig aus. Besonders problematisch ist, dass sich Feuchtigkeit häufig in Bereichen sammelt, die von außen gar nicht sichtbar sind:
- Estrichdämmschichten
- Hohlräumen
- Wänden
- Decken
Bleibt Feuchtigkeit im Gebäude zurück, drohen Folgeschäden und Schimmel. Schimmel kann sich laut Umweltbundesamt je nach Material, Temperatur und Feuchtigkeit bereits innerhalb weniger Tage bis einiger Wochen bilden. Was dann zu tun ist, lesen Sie im Ratgeber Schimmel in der Wohnung: Was tun?
Zur Leistung: Bautrocknung mit Feuchtemessung, Kontrollmessungen und Dokumentation.
Wer zahlt bei einem Rohrbruch?
Die Kostenübernahme hängt vom Einzelfall ab. Je nach Schadensursache können beispielsweise zuständig sein:
- die Wohngebäudeversicherung
- die Hausratversicherung
- die Haftpflichtversicherung eines Verursachers
In der Regel gilt: Schäden am Gebäude – etwa an Wänden, Böden und Decken – sind Sache der Wohngebäudeversicherung, Schäden am Inventar Sache der Hausratversicherung. Als Mieter melden Sie den Schaden Ihrem Vermieter, denn Leitungen in der Wand gehören meist zum Gebäude und damit in die Zuständigkeit des Eigentümers.
Welche Versicherung letztlich eintritt, hängt von den konkreten Umständen des Schadens ab. Mehr dazu im Ratgeber Wer zahlt bei einem Wasserschaden?
Hinweis: Wir sind Sanierungsbetrieb, keine Versicherungsberater. Entscheidend ist immer Ihr Versicherungsvertrag.
Versuchen Sie nicht, einen Rohrbruch selbst zu lokalisieren, indem Sie Wände oder Böden willkürlich öffnen. Die Ursache liegt häufig ganz woanders als vermutet. Eine fachgerechte Leckageortung spart in vielen Fällen Zeit, Kosten und unnötige Beschädigungen.
Lieber alles aus einer Hand?
Wir orten die Ursache zerstörungsarm, trocknen die betroffenen Bauteile und stellen anschließend wieder her – inklusive Dokumentation für die Versicherung.
So schnell sind wir da:
Nach Ihrer Meldung melden wir uns werktags innerhalb von 2 Stunden bei Ihnen, der Termin folgt oft schon am nächsten Tag. Mit eigenen Teams an unseren Standorten in Baden-Württemberg.
Häufige Fragen
Was tun bei Wasserrohrbruch im Haus?
Zuerst die Wasserzufuhr abstellen – über das Absperrventil der Wohnung oder den Hauptwasserhahn –, dann den Strom im betroffenen Bereich abschalten. Anschließend Wasser aufnehmen, Möbel sichern, den Schaden fotografieren und Vermieter oder Versicherung informieren. Die Ursache sollte fachgerecht festgestellt werden, bevor Wände oder Böden geöffnet werden.
Wen ruft man bei einem Wasserrohrbruch an?
Wenn Wasser weiter nachläuft oder die Absperrung nicht zu finden ist, die Hausverwaltung oder einen Fachbetrieb. Für die Reparatur der Leitung einen Sanitärbetrieb, für die Suche nach einem versteckten Leck einen Fachbetrieb für Leckageortung, für Trocknung und Wiederherstellung einen Sanierungsfachbetrieb. Parallel Vermieter oder Versicherung informieren.
Wie finde ich einen Rohrbruch in der Wand?
Am besten nicht durch Aufstemmen – das Wasser tritt oft an einer anderen Stelle aus als dort, wo das Leck liegt. Zerstörungsarme Verfahren wie Feuchtigkeitsmessungen, Thermografie, Kameratechnik oder das Tracergas-Verfahren grenzen die Ursache ein, ohne unnötig Wände oder Böden zu öffnen.
Wie lange kann ein Rohrbruch unbemerkt bleiben?
Ein versteckter Rohrbruch kann längere Zeit unbemerkt bleiben, weil sich Feuchtigkeit zunächst in Estrichdämmschichten, Hohlräumen oder Wänden sammelt, bevor ein Fleck sichtbar wird. Ein einfacher Hinweis ist die Wasseruhr: Dreht sie sich weiter, obwohl alle Hähne geschlossen sind, verliert vermutlich eine Leitung Wasser.
Welche Versicherung zahlt bei einem Rohrbruch?
Das hängt von der Ursache und vom Einzelfall ab. In der Regel sind Schäden am Gebäude Sache der Wohngebäudeversicherung und Schäden am Inventar Sache der Hausratversicherung. Kommt das Wasser von einem Verursacher außerhalb der Wohnung, kann dessen Haftpflichtversicherung zuständig sein. Entscheidend ist immer der Versicherungsvertrag.
Wer zahlt bei einem Rohrbruch in der Wand in der Mietwohnung?
Leitungen in der Wand gehören meist zum Gebäude und damit in die Zuständigkeit des Eigentümers und seiner Wohngebäudeversicherung. Mieter sollten den Schaden schnellstmöglich dem Vermieter oder der Hausverwaltung melden. Für beschädigte eigene Möbel und Geräte ist in der Regel die Hausratversicherung des Mieters zuständig.
Lieber alles
Aus einer hand?
Wir bei Mey kümmern uns jährlich um rund 8.500 Wasserschäden in Baden-Württemberg – von der Leckageortung über die Trocknung bis zur vollständigen Wiederherstellung.

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